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Texte über den edlen Quran
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    Texte über den edlen Quran

    Das Wunder des Qur’an
    Über die Struktur des Qur’an und seine innere Ordnung

    Von ‘Aischa Bewley

    Dieser Text ist eine Zusammenfassung der Einleitung, die al-Qurtubi (gest.1272) als Einführung in seinen berühmten Qur’an-Tafsir verfasst hatte.

    Die Reihenfolge der Suren
    Ibn at-Tajjib sagte, „Einige berichten, dass die Salaf uneins über die Reihenfolge der Suren im Qur’an waren und einige von ihnen zunächst die Suren in der Reihenfolge niederschrieben, in der sie offenbart worden waren und die mekkanischen vor die medinensischen stellten; einige stellten al-Hamd [al-Fatiha] an den Anfang und andere wiederum al-’Alaq. Dies war der Fall im ersten Mushaf [gebundene Kopie des Qur’antextes] von ‘Ali. Was den Mushaf von Ibn Mas’ud betrifft, so beginnt dieser mit „Herr am Tag des Gerichts“ (al-Fatiha, 4) und dann die Sura al-Baqara, und dann an-Nisa’a mit einer anderen Reihenfolge. Der Mushaf von Ubaij begann mit al-Hamd, dann kam an-Nisa’, dann Ali ‘Imran, al-An’am, al-A’raf und dann al-Ma’ida. Es gab also bedeutende Unterschiede.“ Ibn at-Tajjibs Antwort darauf ist, dass es wahrscheinlich ist, dass die Reihenfolge der Suren, wie wir sie heute in den Mushaf finden, durch den Itschtihad der Gefährten zustande gekommen ist. Al-Makki erwähnt dies in seinem Tafsir der Sura at-Tauba. Er spricht über die Reihenfolge der Ajaat innerhalb der Suren und das die Plazierung der Basmala zu Beginn der Suren vom Propheten, möge Allah ihm Frieden schenken, selbst kam. Da er diese Anweisung nicht für die Sura at-Tauba gab, blieb sie ohne Basmala.
    Im Dscham’ wird erwähnt, wie Sulaiman ibn Bilal hörte, dass Rabi’a gefragt wurde, warum al-Baqara und Ali ‘Imran an den Anfang gestellt wurden, wo es sowohl achzig Suren gab, die vor diesen offenbart worden waren, und als auch, weil sie erst in Medina herabgesandt worden waren. Rabi’a entgegnete auf die Frage: „Der Qur’an wurde - und das betrifft auch die Plazierung dieser beiden Suren - gemäß dem Wissen derjenigen, die ihn anordneten in diese Reihenfolge gebracht. Dabei sind wir verblieben und wir stellen es nicht in Frage.“ Von Ibn Mas’ud wird berichtet, dass er sagte, „Wer von euch ein Vorbild sucht, sollte sich nach den Gefährten des Gesandten Allahs richten. Sie haben die reinsten Herzen dieser Gemeinschaft und das tiefste Wissen, sind am natürlichsten und haben die geradeste Rechtleitung, den besten Zustand. Allah erwählte sie, damit sie Gefährten seines Propheten seien, und Seinen Din einrichten. Erkennt also ihre Exzellenz an und folgt ihren Fußspuren, denn sie folgten zweifellos gerader Rechtleitung.“ Einige Gelehrte sagen, dass die Reihenfolge der Suren im Qur’an, die wir in unseren Kopien des Qur’an finden, der Unterweisung des Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, folgte. Es wird von Ibn Wahb berichtet, dass dieser Malik sagen hörte: „Der Qur’an wurde angeordnet gemäß dem, was sie [die Gefährten] vom Gesandten Allahs diesbezüglich hörten.“ Al-Anbari sagt im Kitab ar-Radd, „Allah der Allmächtige offenbarte den Qur’an auf einmal bis zum niedrigsten (ersten) Himmel, und er wurde dann Stück für Stück über einen Zeitraum von zwanzig Jahre dem Propheten offenbart. Einige Suren wurden anläßlich bestimmter Ereignisse offenbart und ihre Ajaat beantworteten offene Fragen. Dschribil selbst gab dem Gesandten Allahs, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, das Wissen über die Anordnung der Suren und der Plazierung der Ajaat innerhalb der Suren. Somit befinden sich die Suren innerhalb einer bestimmten Ordnung - dies ist auch bei den Ajaat und sogar den Buchstaben der Fall. All dies kam direkt von Muhammad, dem Siegel der Propheten, Friede auf ihm, und zu ihm vom Herrn der Welten. Wer die Reihenfolge der Suren verändert gleicht dem, der die Ordnung der Ajaat aufhebt und die Buchstaben und Worte des Qur'an verändert. Es gibt kein Argument, das gegen diejenigen, die - im Besitz der Wahrheit - al-Baqara vor al-An’am stellten, obwohl al-An’am vor al-Baqara offenbart wurde, denn diese Reihenfolge haben sie vom Gesandten Allahs übernommen. Er sagte: ‘Gebt dieser Sura diesen oder jenen Ort.’“

    Die Beachtug der Reihenfolge bei der Rezitation im Gebet
    Ibn Battal sagte: „Der Bericht von sowohl Ibn Mas’ud als auch Ibn ‘Umar, dass es unbeliebt sei, den Qur’an von seiner festgelegten Reihenfolge abweichend zu rezitieren, da dies das Herz verärgere, meint jene Rezitation, die innerhalb einer bestimmten Sure nicht die festgelegte Reihenfolge der einzelnen Ajaat einhält oder wo vom Ende zum Anfang hin rezitiert wird. Dies ist nicht erlaubt. Allah selbst hat dies im Qur’an verboten, denn es bringt Seine Suren in Unordnung und steht im Gegensatz zu dem, was Er damit [der Sure] meinte.“
    Ein Beweis dafür, dass es nicht verpflichtend ist, an der chronologischen Reihenfolge der Offenbarung in den Kopien des Qur’an festzuhalten, ist, dass es bekannt ist, dass bestimmte, in Medina offenbarte Ajaat, innerhalb mekkanischer Suren plaziert worden waren. ‘Aischa sagte dazu: „Sura al-Baqara und Sura an-Nisa’ wurden offenbart, als ich mit ihm war (d.h. in Medina), aber sie erscheinen in den Kopien des Qur’an vor früheren Suren des Qur’an, die in Mekka herabgesandt wurden.“

    Vokalisierungszeichen und Plazierung von Punkten
    Was die Vokalisierung des Mushafs [schriftliche Kopie des Qur’an] und seine Punkte betrifft, so wird berichtet, dass ‘Abdulmalik ibn Marwan befahl, diese hinzu zu fügen. Dies wurde von al-Hadschadsch in Wasit gemacht. Nachdem diese Aufgabe erfüllt worden war, schrieb er ein Buch über die Lesarten, in der die Unterschiede in Bezug auf die Schrift (der Vokalisierung) aufgezeichnet worden waren. Die Leute nutzten dieses Buch für eine geraume Zeit, bis Ibn Mujahid sein Buch über die verschiedenen Lesarten schrieb. Im Kitab at-Tabaqat wird erwähnt, dass Abu’l-Aswad ad-Du’ali der erste war, der Punkte in der Schrift einer Kopie des Qur’an benutzte. Ashhab berichtete von Malik, dass dieser sagte: „Ich mag es nicht, wenn in den Textvorlagen der Qur’ankopien etwas zusätzlich geschrieben bzw. vokalisiert wird. Was Kopien betrifft, die Kinder zum lernen verwenden, sehe ich jedoch keinen Schaden darin.“ Ashhab berichtete weiter: „Dann holte er eine Kopie des Qur’an hervor, die seinem Großvater gehörte. Dieser hatte sie geschrieben, als ‘Uthman den Qur’an kopieren ließ. Ich sah, dass die Ajaat diakrititische Zeichen für die Vokalisierung hatten, die mit Tinte geschrieben waren.“ Jahja ibn Abi Kathir sagte, „der Qur’an war in seinen ursprünglichen Kopien bar jeder Zusatzszeichen und der erste Zusatz, der gemacht wurde, waren die Punkte auf den Buchstaben Ba, Ta und Tha. Sie sagten: ‘Daran ist nichts Verwerfliches. Das macht es nur deutlicher.’ Dann setzten sie auch Stoppzeichen an die Enden der Ajaat und dann Markierungszeichen für die Anfänge und Enden der Suren.“

    Anzahl der Ajaat, Worte und Buchstaben
    Über die Zahl der Ajaat in der ersten medinensischen Kopie des Qur’an, sagte Muhammad ibn ‘Isa: „Die Zahl der Ajaat des Qur’an in der ersten Kopie Medinas war sechstausend.“ Entsprechend den Angaben von Isma’il ibn Dscha’far hatte die endgültige Kopie von Medina 6.214 Ajats. Die Anzahl der Ajaat wurden von den Leuten Mekkas, Basras und Syriens mit leicht unterschiedlichen Zahlen angegeben.
    Über die Zahl der Worte sagte al-Fadl ibn Schadhan: „Die Gesamtzahl der Worte im Qur’an ist, nach ‘Ata’ ibn Yasar, 77.439 und er zählte 323.015 Buchstaben.“
    Bedeutung von Sura, Ajaat, Kalima und Harf
    Das Wort „Sura“ bedeutet im Arabischen Kapitel, Wand oder Zaun und wird im Qur’an verwendet, um klar zu machen, dass sich jedes Kapitel deutlich vom anderen abgrenzt. Die Kapitel werden so benannt, weil man in ihnen von einem Grad zum nächsten aufsteigt. Auch nennt man sie so wegen ihrer Ehre und Hervorhebung, so wie sich auch Mauern über das Land erheben. Es wird auch erwähnt, dass sie deshalb so genannt werden, weil derjenige, der sie liest, darauf blickt, was vor ihm liegt, wie dies bei den Wänden eines Gebäudes der Fall ist. Eine Ajat ist ein Zeichen. Es ist ein Zeichen, getrennt und unterschieden von den Worten, die vor und nach ihm kommen. Es ist anders als die anderen Zeichen und steht für sich selbst. Es kann ‘Beweis’ oder auch ‘Merkmal’ bedeuten. Man sagt, dass es deshalb so genannt wird, weil es eine Sammlung der Buchstaben des Qur’an ist. Es heißt: „Die Leute zogen weiter mit ihrer versammelten Gefährtenschaft (Ajat).“ Auch sagt man, dass es Ajat genannt wird, da es ein Wunder ist, das die Leute nicht nachahmen können. Grammatiker sind sich uneins über die Wurzel des Wortes Ajat. Sibuwajh sagte, dass diese Wurzel 'ajaja' sei - da der Buchstabe ‘ja’ selbst vokalisiert wird und eine Fatha zuvor kommt, wird aus ihm ein Alif und so gelangt man zum Begriff Ajat. Der Begriff Kalima bezeichnet eine zusammengesetzte Struktur, die aus einer Verbindung von Buchstaben besteht. Die längsten Wörter im Qur’an bestehen aus elf Buchstaben, wie z.B. „la-jastakh-lifan-nahum“ und „a-nul-zimuku-muha“ und ähnliche. Die kürzesten bestehen aus zwei Buchstaben wie ma, la, laka, lahu usw. Einige Wörter sind einzelne Buchstaben, wie das fragende Hamza und das konjunktive Waw, werden aber nicht alleine für sich gesprochen. Manchmal besteht eine Ajat aus einem einzigen Wort, wie in „wa’l-fadschr“, „wa’d-duha“ und „wa’l-’asr“ oder auch bei „alif-lam-mim“, „alif-lam-mim-sad“, „ta-ha“, „ja-sin“ und „ha-mim“. Diese letzteren finden wir zu Beginn von Suren, aber nicht innerhalb von Suren. Es ist möglich, dass an anderer Stelle ein einzelnes Wort für eine ganze und selbstständige Ajat stehen kann. Allah sagt: „Das herausragendste WORT deines Herren wurde erfüllt für den Stamm Isra’il wegen dessen Standhaftigkeit.“ (al-A’raf, 136-137) Es wird gesagt, dass „Wort“ sich hier auf folgende Worte Allahs bezieht: „Wir wollten denjenigen, die im Land unterdrückt waren, Freundlichkeit erweisen.“ (al-Qasas, 4-5) Der Allmächtige sagte, „Allah machte ihnen das Wort der gottesfürchtigen Zurückhaltung [wörtl. Taqwa] zur Pflicht.“ (al-Fath, 26). Mujahid sagte, dass dieses „Wort“ bedeutet: „Es gibt keinen Gott, außer Allah.“ Der Prophet, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, sagte: „Zwei Worte sind leicht auf der Zunge, schwer auf der Waage und beliebt beim Allerbarmer: ‘Verherrlicht sei Allah durch Sein Lob. Verherrlicht sei Allah, der Unermeßliche.’“ Die Araber bezeichnen manchmal ein ganzes Gedicht oder eine Geschichte als ein „Wort“. Der Begriff Harf (Buchstabe) ist die Form, die für sich in einem Wort steht und dieses bildet. Wir wir bereits deutlich machten, kann ein Buchstabe als ein Wort betrachtet werden und ein Wort als ein Buchstabe. Abu ‘Amr ad-Dani fragte, „Sind die Buchstaben des Alphabets zu Beginn von Suren, wie das Sad, Qaf und Nun Buchstaben oder Wort? Ich sage, dies sind Worte und keine Buchstaben, da Buchstaben nicht alleine und unvokalisiert innerhalb einer Sure zu finden sind, noch von denjenigen Buchstaben, mit denen er verbunden ist, getrennt werden kann. Aber diese nicht vokalisierten, separaten und eigenständigen Buchstaben sind wie Worte, da sie sich herausheben.“

    Worte nichtarabischer Herkunft im Qur’an
    Es gibt Übereinkunft unter den Arabern, dass der Qur’an Namen nichtarabischer Herkunft enthält, wie Isra’il, ‘Imran, Nuh und Lut. Es gibt aber Streit darüber, ob es über Eigennamen hinaus noch andere Worte gibt, die nichtarabisch sind. Qadi Ibn at-Tajjib, at-Tabari und andere sind der Meinung, dass sich keine nichtarabischen Worte darin finden lassen und der Qur’an in reinstem Arabisch ist. Worte, die sich darin finden lassen und die anderen Sprachen zugeschrieben werden könnten, waren im Allgemeingebrauch, so dass Araber, Perser, Abysinnier und andere sie verwendeten. Andere sind der Meinung, dass sich nichtarabische Wörter im Qur’an finden lassen, aber da diese so wenige sind, vermindert es weder die Tatsache, dass der Qur’an in reinem Arabisch ist, noch dass der Prophet die Sprache seiner Leute sprach. Mischkat (an-Nur, 35) ist eine Nische, Nascha’a bedeutet „sich in der Nacht erheben“, wie in „nasch’iata al-Lail“ (al-Muzzammil, 6), Qaswara (al-Muddaththir, 51) ist ein Löwe und Kiflatain (al-Hadid, 28) bedeutet „doppelt“. Diese Begriffe finden sich auch im Abyssinischen. Ghassaq (as-Sad, 57) bedeutet „übel“ im Türkischen. Qista (al-Isra’, 35; al-Scha’ra, 182) meint „Waage“ im Griechischen. Sidschdschil (al-Anbija’, 104; al-Hadschar, 74; al-Humaza, 4) ist das persische Wort für „Stein“. Ibn ‘Atijja sagt, „Die Wahrheit über die Verwendung dieser Wörter ist, dass ihr Ursprung fremd ist, aber die Araber benutzten und arabisierten sie und so sind sie arabisch geworden. Als der Qur’an in ihrer Sprache offenbart wurde, kamen die Araber durch ihren Handel und Reisen mit anderen Sprachen in Kontakt.“ Allah weiß es am besten.

    Das Wunder qur’anischer Unnachahmlichkeit
    Ein Wunder (Mu’dschiza) ist derjenige Beweis der Propheten, der auf ihre Wahrhaftigkeit verweist. Es wird deshalb so genannt (das Verb bedeutet „unfähig sein, etwas zu tun“), da kein Mensch in der Lage ist, etwas gleichartiges hervorzubringen. Es hat fünf Voraussetzungen. Wenn eine davon nicht erfüllt wird, ist es kein Wunder:

    • Es muss etwas sein, was nur Allah tun kann. Diese Voraussetzung ist notwendig, denn wenn jemand in einer Zeit kam, in der es möglich war, dass es Gesandte gab und behauptete, ein solcher zu sein, und sein Wunder darin bestehen lässt, dass er sich bewegt oder ruhig ist, steht oder sitzt; dies ist weder ein Wunder, noch ein Beweis, da jede andere Kreatur dies auch tun kann. Wunder bestehen in Dingen wie dem Teilen des Meeres, der Halbierung des Mondes oder anderer Dinge.
    • Es muss normale Verhaltensmuster durchbrechen. Wenn jemand in der Nacht kommt und sein Zeichen ist, dass die Nacht dem Tage folgt oder die Sonne am Morgen im Osten aufgeht, dann ist dies kein Wunder, denn es ist zwar etwas, was nur Allah tun kann doch es geschieht nicht ausdrücklich nur um des Gesandten willen. Dinge, die die normalen Muster durchbrechen, sind die Verwandlung des Stabes in eine Schlange, das Auseinanderbrechen eines Felsen, die Erscheinung des weiblichen Kamels oder das Fließen von Wasser aus Fingerspitzen.
    • Das Wunder muss die Botschaft bestätigen.
    • Es muss erscheinen, um den Anspruch [des Gesandten] gegen diejenigen, die ihn herausfordern, zu unterstützen, so z.B. als gesagt wurde, „Ich bin ein Prophet und mein Zeichen ist, dass das weibliche Kamel sprechen wird.“
    • Es muss so sein, dass niemand, der einen Propheten herausfordert, erfolgreich mit etwas vergleichbarem daher kommen kann.

    Wer dies begriffen hat, muss wissen, dass es zwei Arten von Wundern gibt. Die erste ist berühmt und seine Zeit endete mit dem Tode des Propheten, und die zweite Art Wunder, sind diejenigen, die durch viele Überlieferungen als korrekt und bestätigt weitergegeben worden sind und daher muss man sie kennen. Die Voraussetzung dafür ist, dass viele Menschen sie überliefert haben, Wissen von dem haben, was sie übermittelt haben und dass die komplette Kette der Überlieferer verläßlich ist, so dass es unmöglich ist, dass irgendeine Verfälschung sich einschleicht.
    Dies ist der Fall beim Qur’an, der ununterbrochen durch eine große Anzahl von Leuten übermittelt wurde und sich in viele Länder ausgebreitet hat. Der Qur’an wird bis zum Tage der Wiederauferstehung ein Wunder bleiben, während die Wunder der Propheten mit deren Tode enden. Der Qur’an kann weder verändert noch verfälscht werden, wie dies der Fall bei der Torah und dem Evangelium war.

    Es gibt zehn Aspekte der Unnachahmlichkeit des Qur’an:
    • Seine wunderbare Komposition unterscheidet sich von der üblichen Ordnung des Arabischen und jeder anderen Sprache; es ist keine Dichtung, denn Allah sagt: „Weder lehrten wir ihn Dichtung, noch würde sich Ihr Gebrauch für ihn schicken.“ (al-Jasiin, 68)
    In der Sahih Sammlung von Muslim wird berichtet, dass Unais, der Bruder von Abu Dharr, diesem sagte: „In Mekka traf ich einen Mann, der behauptet, dass Allah ihn gesandt hätte.“ Abu Dharr fragte ihn, „Was sagen die Leute über ihn?“ Er antwortete: „Sie sagen: ‘Er ist ein Dichter, ein Wahrsager und ein Zauberer.’“ Unais, der selber ein Dichter war, sagte. „Ich habe die Worte von Wahrsagern gehört und diese Sache ist nicht wie das, was sie sagen. Ich verglich ihn mit den Männern, die Dichtung rezitieren, und er war nicht wie sie. Niemand nach mir sollte den Fehler begehen und sagen, er sei ein Dichter. Er ist aufrichtig und sie die Lügner.“ Als ‘Utba ibn Rabi’a den Qur’an hörte, bestätigte er, dass dies weder Dichtung noch Wahrsagung sei und dass er nichts dergleichen bisher gehört habe.
    • Sein Stil unterscheidet sich von allen anderen Sprachstilen der Araber.
    • Er hat eine klare, verständliche Sprache, die niemals von einer Kreatur stammen kann. Ibn al-Hassar merkte dazu an: „Diese drei - Anordnung, Stil und leichte Verständlichkeit finden sich in jeder Sura, mehr noch, in jedem Ajat, und die Kombination dieser drei unterscheidet ihn von jeder Ajat und jeder Sura, zusammengestellt aus Worten eines normalen Menschen. Dadurch ist er unnachahmlich und eine bleibende Herausforderung [an seine Gegner].“
    • Der Gebrauch der arabischen Sprache steht in Qualität weit über dem, was ein Araber je zu leisten vermag; alle sind sich in diesem Punkt einig.
    • Der Qur’an spricht über Angelegenheiten, die seit Anbeginn der Zeit bis zu seiner Offenbarung geschahen. All dies kam aus dem Munde eines Mannes hervor, der weder lesen noch schreiben konnte. Der Qur’an berichtet über die Geschichten der Propheten, ihrer Gemeinschaften und vergangenen Generationen genauso wie jene Fragen, die die Leute des Buches stellten, als sie den Propheten, möge Allah ihn segnen und ihm Frieden geben, mit Fragen nach den Leuten der Hölle, al-Khidr, Musa und Dhu’l-Qarnain herausfordern wollten.
    Qadi Ibn at-Tajjib weist darauf hin, dass es keine Möglichkeit für den Propheten gegeben hat, etwas darüber zu erfahren, denn weder hatte er Kontakt mit Leuten, die Wissen von Geschichte hatten, noch besuchte er je einen Lehrer, von dem er dieses Wissen hätte nehmen können. Deshalb kann dies nur durch das Mittel der Offenbarung geschehen sein.
    • Die Versprechen, die Allah im Qur’an gegeben hat, wurden erfüllt. Dies betrifft allgemeine Berichte, wie das Versprechen an Seinen Gesandten, Friede sei mit ihm, von Sieg und Ausweisung derjenigen, die ihn vertrieben haben und Versprechen, die an Bedingungen geknüpft waren, wie „wenn jemand Vertrauen in Allah hat, ist Er genug für ihn.“ (at-Talaq, 3)
    • Es gibt Berichte über Angelegenheiten in der Zukunft, die nur durch Göttliche Offenbarung erfahrbar sind. Allah sagte, „Allah hat denjenigen unter euch, die Vertrauen [Iman] in Ihn haben und die richtige Handlungen verrichten, dass Er sie zu Khalifen [Stellvertreter Allahs] im Land machen wird, so wie Er diejenigen zuvor zu Khalifen gemacht hat.“ (an-Nur; 55)
    • Das im Qur’an enthaltene Wissen bildet für Menschen die Grundlage was Erlaubtes, Verwehrtes und andere Urteile betrifft.
    • Die unübertrefflich elegante Ausdrucksweise der Weisheit, die normalerweise so nicht von einem Menschen ausgedrückt werden kann.
    • Die perfekte Ausgewogenheit - äußerlich wie innerlich - des Qur’an, ohne eine Unstimmigkeit oder Zusammenhanglosigkeit zu enthalten, ist der letzte Aspekt. Denn Allah sagt, „Käme er von jemand anderem als Allah, hätten sie so manchen Widerspruch darin entdeckt.“ (an-Nisa’, 82).

    (aus www.islamische-zeitung.de)

  2. #2
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    AW: Texte über den edlen Quran

    Aus „Makalatul Kevseri“ Muhammed Zahid el-Kevseri, 1994 gedruckt in „mektebetu´l ezheriyye“ Ägypten

    „Der hochgehrte Prophet (Sallallahu aleyhi wesselam) trug jedes Jahr im Ramadan dem (Engel) Dschebrail (Aleyhisselam) vor. Diese „Azra“ (Vortrag) war so dass der eine zuerst vortrug und der andere zuhörte dann umgekehrt. Somit wurde der Kuran al karim jedes Jahr zwei mal vorgetragen. Im letzten Ramadan stattgefundene Azra, dass „Azra-i ahira“ genannt wird- wurde von jedem zweimal der Kuran al karim von jedem vorgetragen und zweimal zugehört.“ (S.5)

    „Die Lesung der zuletzt vorgetragenen Azra sind die mutewatir (vielfach-überlieferte) Lesungen [„eb´adu´l-Kuran“] und in jedem Tabaqa mutewatir überliefert sind wird der, der sogar ein Buchstaben hiervon leugnet Kafir.“ (S.5)

    „Der Kiraat (Lesung) von Ibn Masud (radiyallahu anh) ist mutewatir. Dieser Kiraat, indem kein schazz sich befindet, sind die Fatiha und die Mu´awwizateyn vorhanden. Diejenigen die sagen, dass diese im Kiraat des Ibn Masud sich nicht befinden oder sagen, dass er die Mu´awwizateyn (letzten beide Suren des Kuran) aus dem Mushaf (Kuran) herausgenommen habe, lügen bewusst oder verfallen der wehm (Phantasie). Ibn Masud (radiyallahu anh) hat - entweder weil diese jeden Tag in den täglichen rituellen Gebeten rezitiert werden – somit nicht möglich war sie zu vergessen nicht aufgeschrieben oder ins Mushaf aufgenommen oder er nahm nur die Titel Mu´awwizateyn herausgenommen. Denn sein Prinzip die Namen der Suren, Ayat-Zählungen usw. Dinge die nicht zum Kuran al karim gehören nicht ins Mushaf einzubeziehen ist berühmt.“ (S.17-18)

    „Der Kuran al karim wurde zu grösstenteils in Kuraisch-Dialekt und in ein Lesung geoffenbart; als Mekka erobert wurde und massenweise und in Strömungen Menschen zum Islam kamen um diese in die Kuraisch-Dialekt erleichtert einzuführen wurde seitens Allah der Erhabene erlaubt in deren Dialekten den Kuran al karim zu lesen.“ (S.24)

    „Die mutewatir Kiraats sind die unterschiedlichen Varianten (der Lesungen). Der Austausch von gleichbedeutenden Worten –wegen Zwangsbedingungen/Notwendigkeiten zu Anfangszeiten- erlaubt wurde, im letzten „Azra“ wurde dies aufgehoben.“ (S.28)

    [ Zahid ul Kewseri (Rahmetullahi teala aleyh) (geb.1295, gest.[1951n.Chr.] in Ägypten.

    Muhammed Zahid bin Hasen war Stellvertreter des Scheich ul Islam Mustafa Sabri Efendi. Er war Gelehrter In Tafsir, Hadith und Fiqh. Sein "Makalat" und "Esseyfü sakil" sind sehr wertvoll.

    Auszüge aus Makalat sind im türkischen "Islami Durus" von Ebubekir Sifil (1999, Ankara, S.196 ff) veröffentlicht, woraus diese Zitate oben stammen. ]

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